Chronik

Diese Chronik kann nicht vollständig sein. Wollte sie dies, so müsste man das Protokollbuch des Schriftführers kopieren und selbst dann würden sicherlich noch einige Begebenheiten fehlen. Es soll aber mit den folgenden Zeilen versucht werden, über Wesentliches aus der Vereinsgeschichte zu berichten. Zur Legende

Einige Harmonika-Freunde trafen sich am 11. März 1956 im Gasthaus zur „Linde“. Sie hatten sich seit geraumer Zeit mit dem Gedanken befasst, die Harmonikamusik in einer Gemeinschaft zu pflegen. Es waren die Gedanken dieser Leute, auf kulturellem Gebiet etwas zu erschaffen. An diesem 11. März 1956 wurden diese Gedanken Wirklichkeit. So entstand die Gründung des Vereins, zwar noch ohne Namen, dafür aber mit einer kompletten Vereinsleitung, einschließlich des Dirigenten.

Man war sich von Beginn an darüber im Klaren, dass neben dem musikalischen Streben nach höherer Leistung auch die Geselligkeit einen wichtigen Platz einnehmen soll. So wurden aus den anfangs 6 aktiven und 27 passiven Gründungsmitgliedern in der 60-jährigen Geschichte des HHC eine große Vereinsfamilie.

Bereits im Gründungsjahr konnte unter der Leitung von Waldemar Spindler, die erste Herbstfeier im „Gasthaus zur Linde“ abgehalten werden. Dass sie heute noch einen festen Platz im Jahresprogramm hat, zeugt von echter Tradition.

Auch an ein erstes Wertungsspielen wagte man sich im ersten Gründungsjahr schon heran: Beim HHC Neckartailfingen wurde mit Plicht- und Wahlstück um Punkte gespielt. Dabei belegte das Orchester den dritten Platz. Im Solowettbewerb wurde Adolf Henzler Erster und Manfred Zeeb Vierter.

Im Jahr 1957 musizierte bei der Herbstfeier zum ersten Mal auch ein Jugendorchester. Ein Jahr später kam das Quintett dazu, das 1961 zum Sextett wurde und in dieser Besetzung bis 1969 regelmäßig auftrat.

Zum regelmäßigen Bestandteil des Jahresprogramms gehörten auch noch Weihnachts- und Frühjahrsfeiern sowie Tanzabende in der „Linde“. Auch der Faschingstanz trug schon zur Aufbesserung der Finanzen bei.

An den Herbstfeiern sorgte das Theaterspiel unter der Regie von Georg Riedmüller für willkommene Abwechslung und Unterhaltung.

Der „Tag der Harmonika“ 1959 in Stuttgart war die erste große überörtliche Veranstaltung, die besucht wurde. Sie wurde in der Hauptstufe mit einer Note „sehr gut“ belohnt. 

 

Beim „Europäischen Harmonikatreffen“ 1961, ebenfalls in Stuttgart, erreichte man in der Mittelstufe die Note „gut“.

Am „Akkordeon-Weltfestival“ in Luzern wurde 1964, 1968 und 1975 teilgenommen, wobei in der Haupt- und Oberstufe das Orchester mehrmals mit einem „sehr gut“ ausgezeichnet wurde.

In den Jahren 1965-1974 gehörten die Waldfeste auf dem Staufenbühl, die zusammen mit dem DRK durchgeführt wurden, zum festen Jahresprogramm.

Am 18. und 19.Juni 1966 feierte der HHC auf dem neu geschaffenen Festplatz am Staufenbühl sein 10-jähriges Bestehen.

Am „Tag der Harmonika“ 1967 in Karlsruhe erspielte das Orchester in der Oberstufe die Note „gut“.

Seit der Fertigstellung der Gemeindehalle, dem heutigen sport-forum, finden seit dem Jahr 1973 fast sämtliche Vereinsveranstaltungen hier statt. Mit Konzerten und Jubiläumskonzerten wurde dort auch von 1976 bis zum heutigen Tag das Bestehen des HHC gefeiert.

Bis 1980 stand dem Verein für seine Übungsabende die Kantine der Herion-Werke zur Verfügung, mit dem Bau des heutigen kultur-forum und dem späteren Umzug in die Grund- und Hauptschule bekamen die Orchester jedoch bessere Räumlichkeiten.

Erstmals wurde 1983 in Innsbruck das „Alpenländische Akkordeon-Festival“ durchgeführt, wo es für das erste Orchester in der Oberstufe ein „sehr gut“ gab.

In den Jahren 1989 und 1992 beteiligte sich das Orchester in der Oberstufe, ebenfalls in Innsbruck, mit ausgezeichneten und guten Erfolgen.

Mit Faschings- und Maitanzveranstaltungen in den 80er und 90er Jahren besserte man die finanzielle Lage des Vereins auf.

Zusammen mit den anderen örtlichen Musikgruppen folgten Ende 1985 Schallplattenaufnahmen anlässlich der 600-Jahrfeier Grossbettlingens.

Das gemeinsame Chor- und Akkordeonkonzert im Frühjahr 1990, welches mit dem Männerchor des TSuGV ausgerichtet wurde, traf voll die Begeisterung der Zuhörer.

Ab dem Herbst 1994 begannen vereinseigene Ausbilder mit dem Unterricht von Akkordeonschülern, wodurch erneut ein Grundstein für die Jugendarbeit im Verein gelegt wurde.

Als 1995 erstmals eine „Vatertags-Hocketse“ auf dem Vorplatz des kultur-forum durchgeführt wurde, ahnte niemand, dass diese jährliche Veranstaltung bis heute im Vereinskalender stehen würde.

Bei dem seit 1997 von der Gemeinde ausgerichteten „Stoiadler-Fest“ ist der Verein an der musikalischen Gestaltung und der Bewirtung der Gäste mit beteiligt.

Mit der Teilnahme am Wertungsspielen zum 40-jährigen Bestehen des DHV-Bezirk Stauffen im Sommer 2003 setzte das erste Orchester die Tradition fort, sich mit anderen Akkordeonvereinen zu messen.

Ein besonderes Ereignis war ein Benefizkonzert zu Gunsten öffentlicher Einrichtungen der Gemeinde Großbettlingen im Jahre 2005. Hier wirkte das erste Orchester neben dem Musikverein und den beiden Chören des TSuGV mit.

 

 

Beim Jubiläumskonzert 2006 konnten die beiden Orchester des HHC mit besonderen Programmbeiträgen unter der Leitung von Robert Braininger ihr Können einem begeisterten Publikum vorstellen. Als weitere Gäste begrüßten wir an diesem Abend das „Harmonicamento-Quartett“, die mit ihrem musikalischen Beitrag die Jubiläumsfeier bereicherten.

Zwischen den Jahren kam natürlich auch das kulturelle Vereinsleben mit jährlichen Ausflügen der beiden Orchester und Vereinsfeiern nicht zu kurz.

Mit einem Konzert 2011 in der Heilig Geist Kirche in Großbettlingen feierten wir das 10-jährige Dirigenten-Jubiläum von Robert Braininger in unserem Verein.

Im September 2012 folgten wir einer Einladung nach Rottenmann in der Steiermark. Nach einem Empfang im Rathaus und einer Stadtbesichtigung ließen wir den Abend mit Freunden aus Rottenmann ausklingen. Nach dem kulturellen Teil am Samstag spielten wir in der Stadthalle mit anderen Musikgruppen aus Rottenmann ein Konzert und am Sonntag umrahmten wir die heilige Messe in der Kirche. Mit der Heimreise beendeten wir unseren Besuch in Rottenmann mit unserer Zusage für einen Gegenbesuch in Großbettlingen und so konnten wir im November 2013 die Freunde aus Rottenmann begrüßen, die unsere Herbstfeier mit Musikbeiträgen bereicherten.

Im Dezember 2013 spielte das erste Orchester für die Aktion „Licht der Hoffnung“ in der Kreuzkirche in Nürtingen ein Benefizkonzert, das mit einem begeisterten Publikum belohnt wurde.

Durch die Teilnahme an allen diesen Veranstaltungen wurde das musikalische Niveau beider Orchester, das wir unserem Dirigenten Robert Braininger mit seinem Können zu verdanken haben, kontinuierlich gesteigert.

An dieser Stelle ist allen zu danken, die den HHC in den vergangenen Jahren in irgendeiner Weise unterstützt haben. Zu danken ist auch den Personen, die den HHC vor 60 Jahren gründeten, insbesondere denen, die ihm bis heute die Treue gehalten haben.

 

Somit endet die Chronik nach unserem Jubiläums – Motto

 

s´isch a bissle Zeit verganga…“

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